Grundlagen

Planung als Teil vom Content Marketing

Mann schaut sich Kalender auf einem Tablet an

Redaktionsplan? Themenplan? Wo ist eigentlich der Unterschied? Benötigt ein Corporate Blog eins davon? Oder sogar beides?

Was ist ein Themenplan?

Ein Themenplan ist eine Sammlung von unternehmensrelevanten Themen, die in so genannte Themencluster zusammengefasst werden. Diese Themen sind eine Orientierung bei der Content-Ausrichtung eines Unternehmens. Hier finden Projekte und Produkte Berücksichtigung, die im Unternehmen aktuell sind. Zusätzlich zu der eigenen internen Sicht, werden auch weitere Blickwinkel recherchiert. Zu diesen gehören der Markt im Allgemeinen sowie Konkurrenten und Kunden im Speziellen.

Wie Sie in fünf Schritte zu einem Themenplan für Ihr Unternehmen können, hat art-for-eye gut zusammengefasst:

  • Interne Themen und Produkte erfassen
  • Verschiedene Betrachtungsebenen zu einzelnen Themen sammeln und mit Inhalt füllen (Bsp. Was gibt es aus ökologischer Sicht zu beachten, etc.)
  • Recherchieren was Mitbewerber und Endkunden zu den einzelnen Themen sagen
  • Filtern, was Endkunden zu einem Thema wissen möchten (Welche Fragen werden gestellt, nach was wird am häufigsten gesucht, etc.)
  • Themen in Subthemen clustern und aufbereiten

Was ist ein Redaktionsplan?

Der Redaktionsplan geht weiter als der Themenplan. Hier werden die konkreten Inhalte zusammengetragen: Thema, Format, Termine, Verantwortlichkeiten und Bearbeitungsstatus. Ein Redaktionsplan kann durchaus für ein komplettes Jahr angelegt werden, die explizite Planung sollte aber einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen nicht übersteigen. Dabei sollte es immer Raum für aktuelle Inhalte geben – gegebenenfalls mit Hilfe von Platzhaltern. Auch die Social-Media-Arbeit kann mit Hilfe eines Redaktionsplans veranschaulicht werden. Hier wird vermerkt, in welchen sozialen Netzwerken Ihre Inhalte verbreitet werden.

Ein Redaktionsplan bietet nicht nur einen Überblick über zukünftige Inhalte, sondern stellt auch ein Archiv dar. Manchmal kann es nötig sein, alten Content aufleben zu lassen oder in anderen Netzwerken zu posten. Ein gut geführter Redaktionsplan kann Aufschluss geben, welcher Content wann und wo veröffentlicht wurde. So ist es auch möglich, ältere Artikel auf dem neusten Stand zu halten.

 

Was gehört in einen Redaktionsplan?

Je größer der Blog und je mehr Mitarbeiter daran arbeiten, desto genauer sollte der Plan sein. Folgende Dinge gehören aber immer hinein:

    • geplantes Datum der Veröffentlichung
    • Thema
    • Kurzbeschreibung oder Grundidee des Beitrags
    • Format
    • Autor und ggf. Verantwortlicher
    • Deadline für Bilder, Texte, Videos und andere relevante Elemente
    • Bearbeitungsstatus
    • Kanal und Seeding – Wo soll der Beitrag erscheinen und auf welchen Plattformen soll darauf hingewiesen werden?

Tools für einen Redaktionsplan

Wenn Sie einen Redaktionsplan für Ihr Unternehmen erstellen möchten, gibt es zahlreiche Tools, die eine Hilfe sein können. Es würde den Rahmen sprengen, hier alle zu nennen und auf sie einzugehen. Je nach Größe und Umfang des Blogs kann eine einfache Excel-Tabelle ausreichen. Es gibt Plugins für verschiedene Contentmanagementsysteme wie zum Beispiel das Open-Source-Plugin Edit Flow für WordPress. Aber auch Software wie beispielsweise Trello oder Google Drive kann hierfür genutzt werden.

Fazit

Aus einem strategischen Content-Marketing sind weder der Themen- noch der Redaktionsplan wegzudenken. Aber es handelt sich hierbei nur um ein Tool. Es muss trotzdem eine gewisse Flexibilität gegeben sein, um bei aktuellen Ereignissen vom Plan abweichen zu können.