Grundlagen

Content-Marketing: Die Trendprognosen für 2017

Content-Marketing bleibt weiter in Fahrt. Lesen Sie hier, welche neue Trends dieses Jahr prägen werden.

Immer mehr Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen auf Content-Marketing, wenn es darum geht, ihre Marke bekannter und beliebter zu machen. Wie eine
Studie des Schweizer Marktforschungsinstituts zehnvier im Auftrag des CMF (Content Marketing Forum) zeigt, fließt inzwischen mehr als ein Viertel des Marketingbudgets in Content-Marketing-Maßnahmen. Das bedeutet aber auch: Der Kampf um die Aufmerksamkeit der Kunden wird härter.

Will man der Konkurrenz einen Schritt voraus sein, hilft es, wenn man über die aktuellen Trends und die neuen technischen Möglichkeiten informiert bleibt. Wir haben für Sie recherchiert, mit welchen Content-Marketing-Trends in 2017 zu rechnen ist:

1. Mobil machen

Mehr als die Hälfte der Internetnutzung findet heute über mobile Endgeräte statt. Social-Media-Inhalte werden sogar zu 90 Prozent via Smartphone konsumiert. Als Reaktion auf die ‚mobile Wende‘ hat der Suchmaschinengigant Google angekündigt, Webseiten ohne Mobile-Version zukünftig schlechter zu bewerten.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Ist Ihre Seite schon mobilfähig und optimieren Sie Ihren Content bereits für die Unterwegs-Nutzer? – Nein? Dann ist jetzt höchste Zeit!

2. Native Advertising nutzen

Kein ganz neuer Trend, in 2017 aber von steigender Bedeutung: Native Advertising. Das Content-Angebot im Netz wächst ständig, und damit auch die Gefahr, dass die eigenen Inhalte in der Masse untergehen. Aus diesem Grund wird eine strategische Content-Platzierung immer wichtiger. Native Advertising bezeichnet die Praxis, eigene Inhalte auf fremden Webseiten zu publizieren und sie dabei so aufzubereiten, dass sie wie redaktioneller Content der jeweiligen Seite wirken.

Der Aufwand lohnt sich: User klicken Native Ads öfter als beispielsweise Display Werbung an,
da sie sich davon einen höheren Mehrwert versprechen. Und Marken können sich mit
guten redaktionellen Inhalten als engagierte Experten positionieren.

3. Inhalte personalisieren

Kunden individuell ansprechen und ihnen Content anbieten, der auf ihre jeweiligen Interessen und Bedürfnisse zugeschnitten ist? Und das zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Kontext? Die Technik macht’s möglich! – Big-Data, CRM-Systeme und Marketing Automation helfen Ihnen, bei den Kunden immer ins Schwarze zu treffen. Denn diese stufen personalisierten Content als relevant ein und sind daher eher bereit, ihn anzunehmen.

4. Mit visuellen Inhalten begeistern

Dieser Trend setzt sich 2017 fort: Videos werden im Netz immer beliebter. Und da sie als kaum ein anderes Medium Geschichten in kurzer Zeit und auf emotionale Weise erzählen können, eignen sie sich perfekt als Träger von Markenbotschaften. Aber auch sachliche Inhalte kommen im Videoformat gut an, zum Beispiel Tutorials oder Erklärfilme aller Art. Tipp: Mit Bewegtbild lassen sich selbst ‘trockene‘ B2B-Themen ansprechend verpacken.

5. Videos in Echtzeit teilen

Selfies sind von gestern, Live-Videos sind in. Die sozialen Medien tragen maßgeblich zur neuen Entwicklung bei, indem sie Live-Streaming-Funktionen anbieten. Sie heißen Snapchat Live Stories, Facebook Live oder Periscope (Twitter). Die Nutzer sind begeistert, und im Content-Marketing ergeben sich neue Möglichkeiten der Markeninszenierung: Live-Video-Übertragungen, z.B. von Veranstaltungen, wirken authentisch und schaffen Nähe zum Nutzer, indem sie ihn Ereignisse unmittelbar und ungefiltert verfolgen lassen. Die Kommentarfunktion gibt ihm zusätzlich die Möglichkeit zur Interaktion.

Darüber hinaus können Nutzer selbst dazu angeregt werden, Content zu generieren, den Sie in Echtzeit mit ihren Freunden teilen – so wird die Probefahrt, die Teilnahme an einem Event oder das Sporttraining eines Einzelnen zu einem Erlebnis für mehrere. Die Marketing-Vorteile liegen auf der Hand: mehr Reichweite und stärkere Kundenbindung.

6. Virtuelle Erlebniswelten erschaffen

Virtual reality (VR)augmented reality (AR) und 360°-Videos sind zwar noch nichts für schwache Budgets, dafür umso stärkere Mittel, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Neue Applikationen und leistungsfähige AR- und VR-Brillen, auch Head Mounted Displays genannt, ermöglichen das Erschaffen und Erleben virtueller Welten in täuschend echter Optik. – Spannend für Unternehmen, die ihre Marke und Produkte auf neuartige und effektvolle Weise in Szene setzen wollen!

Fazit

2017 wird für Content-Marketing ein spannendes Jahr, das neue Herausforderungen und zugleich neue Chancen mit sich bringt. Veränderte Nutzerverhalten und -vorlieben, aber auch neue Technologien laden in diesem Jahr dazu ein, neue Wege zu gehen.

Sie müssen aber nicht alle Trends mitmachen. Wichtig ist, dass Sie sich für den Weg entscheiden, der zur eigenen Marke und zu den eigenen Zielen passt. Das kann auch beinhalten, dass Sie auf bereits bewährte Maßnahmen setzen. Einzig an der Umstellung auf mobile wird zukünftig kein Weg vorbeiführen.