Tipps & Tricks

Black Friday und Online Marketing

Mann hinter Logos mit Rabatten

Der Black Friday und der Cyber Monday sind auch in Deutschland mittlerweile in aller Munde. Aber was steckt dahinter? Und mit welchen Marketingmaßnahmen können Sie davon profitieren?

Woher kommt der Black Friday?

In den USA wird am vierten Donnerstag im November Thanksgiving gefeiert – ein großes Familienfest voller Traditionen und Bräuchen. Der folgende Freitag ist ein Brückentag, der seit den frühen 1960er Jahren als „Black Friday“ bekannt geworden ist. Der Begriff könnte daher stammen, dass an diesem Tag viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe erledigten und so für schwarze Zahlen bei den meisten Geschäften sorgten. Aber das ist nur eine der möglichen Herleitungen.

Seit 2005 werden an diesem Tag sogar die höchsten Umsätze des Jahres erreicht. Dieser Trend ist allerdings seit 2014 rückläufig. Dennoch dient der Black Friday als wichtiger Indikator für das Weihnachtsgeschäft.

Menschen mit Einkaufstaschen vor Schaufenster

Black Friday in Deutschland

2006 wurde der Black Friday von Apple nach Europa gebracht. In den folgenden Jahren sprangen immer mehr Händler auf diesen Zug auf und boten Rabatte auf ihre Produkte an. Mittlerweile gibt es auch Plattformen, die diese Deals zusammentragen. Potenzielle Käufer können sich so noch einfacher durch die entsprechenden Angebote klicken können. Einer dieser Plattformanbieter hat sich im Jahr 2015 die Nutzungsrechte für die Wortmarke „Black Friday“ gesichert.

Auch die jährlich steigenden Verkaufszahlen in Deutschland zeigen, dass der Black Friday hierzulande immer beliebter wird.

Black Friday vs. Cyber Monday

Da der Black Friday zumindest in den USA eher in Vor-Ort-Geschäften eine Rolle spielt, hat auch der E-Commerce-Bereich einen Tag zum Einläuten der Weihnachtsgeschenke geschaffen. Dafür bot sich der Montag nach Thanksgiving an, da es hier bereits einen leichten Anstieg der Verkaufszahlen gab. Menschen, die nach dem Black Friday Wahnsinn keine Lust mehr auf Einkaufszentren haben, tätigen die weiteren Weihnachtseinkäufe nach dem Wochenende in Online-Shops.

Bereits seit 2010 haben etliche amerikanische Online-Shops auch in Europa den Cyber Monday eingeführt. In Deutschland kann Amazon als absoluter Vorreiter genannt werden. Das Unternehmen hat den Cyber Monday mittlerweile sogar zu einer ganzen Cyber Week ausgeweitet. Diese Woche wird mit den Cyber Countdown Angeboten in den Wochen vor Thanksgiving eingeleitet.

Kritik

Verbraucherschutzorganisationen warnen wiederholt vor falschen oder aufgeblasenen Rabatten. So entpuppt sich manchmal ein 50 Prozent Rabatt nach genauerem Hinsehen als 10 bis 25 Prozent Rabatt. Hier lohnt es sich für Online-Shops also wirkliche Rabatte zu geben, um die potenziellen Kunden nicht zu verärgern.

Frau sitzt vor einem Laptop und sieht einen Onlineshop an

Online Marketing

Hier ein paar Tipps für Onlineshops, die den Black Friday und den Cyber Monday optimal nutzen möchten:

    • Wer einen Online-Shop pflegt, muss nicht alle Preise anpassen. Einfacher ist es, eine Landingpage mit allen Angeboten zu erstellen. Diese kann nach dem Angebotszeitraum einfach offline genommen werden.
    • Online-Shops mit spezielle Seiten zum Black Friday oder Cyber Monday werden mit bestimmten Keywords höher gerankt und haben dadurch eine höhere Sichtbarkeit im Web als Online-Shops, die nur ihre Preise reduzieren oder Gutscheine anbieten.
    • Noch ein Wort zum Thema Keywords. Sowohl in den USA als auch in Deutschland werden die Worte „Black Friday“ öfter gesucht als „Cyber Monday“. Gerne auch in Kombination mit dem aktuellen Jahr oder dem Online-Shop, von dem sich potenzielle Käufer Rabatte erhoffen. Ganz oben mit dabei sind „Black Friday Apple“ und natürlich auch Cyber Monday Amazon.
    • Schon Anfang November sollten Sie interessante Inhalte, die in einem Zusammenhang zum Black Friday stehen, veröffentlichen. Diese sind wichtig, um auch bei Google in der organischen Suche gefunden zu werden.
    • Auch die sozialen Netzwerke sollten während der letzten Novemberwoche nicht vergessen werden. Es ist möglich, für Fans eines Sozialen Netzwerks spezielle Rabatte zu geben, die für die breite Öffentlichkeit nicht sichtbar sind.
    • Ebenso kann es sinnvoll sein, eine Partnerschaft mit Plattformen einzugehen, die sich auf entsprechende Angebote spezialisiert haben. Diese Webseiten sind mittlerweile bei Kunden oft der erste Anlaufpunkt. Zwei der bekanntesten Plattformen für den deutschsprachigen Raum sind wohl blackfridaysale.de und black-friday.de.

Sollen Sie beim Black Friday mitmachen?

Die grundlegende Frage ist jedoch: „Ist die Zeit um Black Friday und Cyber Monday tatsächlich die umsatzstärkste Zeit des Jahres?“ Das Onlinemagazin „shopabieter to go“ hat in Kooperation mit der Vergleichsplattform idealo herausgefunden, dass zu dieser Zeit das Weihnachtsgeschäft startet, die umsatzstärkste Zeit aber tatsächlich die Wochen 47 bis 51 ist. Bei dieser Recherche hat sich auch herausgestellt, dass die Kunden schneller und zielstrebiger einkaufen je näher Weihnachten rückt.

Nichtsdestotrotz sollten Sie den Startschuss für die Weihnachtssaison nicht verpassen. Spätestens Anfang November sollten Sie sich um ein gutes Content Marketing für die Weihnachtszeit kümmern.