Tipps & Tricks

8 Content-Marketing-Weisheiten von Mario Basler

Strategieplanung im Fußball

Ex-Fußballer Mario Basler fiel in seiner aktiven Zeit mit Fußballfinesse und Traumtoren ebenso auf wie mit Pöbel-Sprüchen und der „Zigarette danach“. Lesen Sie hier, was Sie vom Fußball-„Philosophen“ für Ihr Content Marketing lernen können.

Fußballsprüche und Content Marketing – das passt nicht? Passt wohl: Wir haben acht Weisheiten aus dem schier unerschöpflichen Fundus von „Super Mario“ für Sie zusammengetragen – und, äh, übersetzt:

Weisheit 1: Klaren Fokus setzen

„Ich habe immer gesagt, dass ich kein Dauerläufer bin, sonst könnte ich ja gleich beim Marathon starten.“

Die Basler’sche Version des ‚Schuster, bleib bei deinen Leisten‘ gilt. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie können: Ihre Kernkompetenzen. Natürlich lohnt gelegentlich der Blick über den Tellerrand. Aber Sie sind Experte auf Ihrem Feld – und darüber sollten Sie sich positionieren. Anderes können andere besser.

Also: Behalten Sie stets Ihre Social-Media-Ziele im Auge – und posten Sie nicht nur, um zu gefallen.

Weisheit 2: Eigenes Profil schärfen

„Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann auch ein richtiger Arsch sein!“

Supertyp? Arsch? Oder beides? Wie sollen Ihre User Sie wahrnehmen? Diese Frage müssen Sie klar für sich beantworten, damit Ihre Zielgruppen Sie als einheitlichen und wiedererkennbaren Akteur erkennt, der nachvollziehbar und mit einer Stimme kommuniziert. Nur dann können sie Vertrauen zu Ihnen aufbauen – die Voraussetzung für eine gute Beziehung.

Umso wichtiger ist ein wiedererkennbares Profil, wenn mehrere Profil- oder Content-Manager auf dem gleichen Kanal im Namen einer Marke oder eines Unternehmens kommunizieren. Orientierung kann dann zum Beispiel eine Persona XY bieten – ein aus der Marke abgeleiteter Charakter mit definierten Eigenschaften und Interessen. Content-Manager müssen sich dann jeweils nur fragen: Wie würde es XY machen?

Also: Finden Sie zu sich selbst – namaste!

Weisheit 3: Innovativ und aufgeschlossen sein

„Es interessiert mich nicht, wer spielt, Hauptsache ich spiele.“

Schauen Sie nicht nur darauf, was andere machen. Gehen Sie voran, statt nur zu folgen!

Wenn Sie als moderne Marke auf Höhe der Zeit wahrgenommen werden wollen, probieren Sie etwas aus! Inspiration bei anderen holen ist natürlich erlaubt. Aber: Was woanders funktioniert, muss bei Ihren Zielgruppen noch lange nicht ankommen. Und was sich andere nicht trauen, kann bei Ihnen ins Schwarze treffen.

Also: Experimentieren Sie gelegentlich mit Inhalten und beschreiten Sie neue Wege – nur Mut!

Weisheit 4: Abwechslung bieten

„Jede Seite hat zwei Medaillen.“

Genau. Und jede Medaille hat noch einmal mehrere Seiten. Warum also nur eine zeigen? Bieten Sie Ihren Zielgruppen Abwechslung und Überraschung – sowohl in Bezug auf Themen, auf Formate und auf Kanäle. Entwickeln Sie regelmäßig erscheinende Content-Rubriken in verschiedenen Medien-Formaten und immer mal wieder überraschende Inhalte außer der Reihe. So halten Sie die User mit ihren wachsenden Ansprüchen bei Laune.

Also: Überraschen Sie Ihre User – und lassen Sie sich von ihren Reaktionen überraschen!

Weisheit 5: Themen entern

„Da muss jemand einen Fußball in die Sonne geschossen haben.“

So erklärte Mario Basler die Sonnenfinsternis – nämlich mit dem, was er kennt: Fußball. Ebenso können Sie sich fremde, aber beliebte Themen auf clevere Weise zu Eigen machen – und in Ihren Fachbereich holen. Überlegen Sie dafür, wie Sie Anlässe oder Ereignisse mit soziokultureller Tragweite mit Ihrer Marke oder Produkten in Verbindung bringen können.

Der Auto-Vermieter Sixt feierte zum Beispiel große Erfolge mit Content- und Werbe-Maßnahmen, die aktuelle politische Debatten aufnehmen und auf die eigenen Produkte münzen. Und der Keks-Hersteller Oreo platziert seine Kekse seit Jahren kreativ in urbane und landschaftliche Umgebungen.

Also: Identifizieren Sie Anlässe – und dann: klar machen zum Entern!

Weisheit 6: User-Interaktion aktiv fördern

„Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel.“

Sie wollen mehr ‚Likes‘ für Ihren Content erhalten? Sie möchten, dass Ihre Inhalte geteilt und diskutiert werden? Dann bringen Sie Ihre Zielgruppen dazu! Dafür müssen Sie Ihre Follower und ihre Bedürfnisse genauer kennenlernen: Welche Themen bewegt sie? Bei welchen Fragen werden sie aktiv?

Sie brauchen ja nicht gleich wie Mario Basler den Mittelfinger zeigen. Diskussionen über Themen wie Religion und Politik wollen Sie sich auf Ihrem Profil sicher lieber ersparen. Aber direkte Fragen und (gelegentliche) Aufforderungen zum Teilen von Inhalten können nicht schaden. Besonders gern gefeedbackt werden auch Inhalte mit emotionalen Äußerungen, wie „Hurra, wie geil!“.

Also: Kitzeln Sie Ihre Follower an den richtigen Stellen – und werden Sie geil auf das Spiel!

Weisheit 7: Konflikte annehmen

„Vielleicht sollten wir mal einen saufen gehen und uns gegenseitig auf die Fresse hauen.“

Ob Sie Konflikte so wie Mario Basler austragen wollen – oder doch lieber subtiler: Haben Sie keine Angst vor Meinungsverschiedenheiten. Vertreten Sie eine klare Meinung, die Sie gegenüber Ihren Lesern argumentativ verteidigen – und räumen Sie Ihren Usern das gleiche Recht ein.

Viele Marken haben Angst vor Diskussionen und polarisierenden Themen. Dabei kann ein wenig Reibung Diskussionen erst spannend und fruchtbar machen. Voraussetzung dafür ist ein sachlicher Ton, das Ernstnehmen des Gegenübers – und klare Grenzen: Hasskommentare etwa erfordern klare Haltung und eindeutige Positionierung.

Also: Erzeugen Sie Spannung, indem Sie gelegentlich polarisieren – anders gesagt: Seien Sie ein wenig mehr wie Mario Basler.

Weisheit 8: Prozess-Qualität sicherstellen

„Man kann ja Fehler machen. Aber nicht 150 in 90 Minuten. Dass man nach einem Abstoß Abseits pfeift, das hat es zum letzten Mal vor 112 Jahren in der Kreisliga gegeben.“

Fehler machen ist erlaubt – und Fehler werden Sie machen. Aber sorgen Sie dafür, dass Sie aus Fehlern lernen und jeden Fehler nur einmal machen. Das fängt an bei profanen Regelungen wie dem obligatorischen Korrekturlesen von Beiträgen und dem Einholen von Nutzungsrechten für Fremdcontent – und reicht bis zur tool-gestützten Erfolgskontrolle, welche Ihrer Inhalte gut und welche schlecht liefen.

Ihre User werden Ihnen Fehler in Kommunikation verzeihen – wenn auch nicht gerade 150 in 90 Minuten. Voraussetzungen dafür: Fehler zugeben, transparent beheben und aufzeigen, wie Sie diesen Fehler künftig vermeiden wollen.

Also: Bleiben Sie demütig und selbstkritisch – wie Mario Basler (manchmal): „Ob rechts oder links, wo ich auftauchte, war ich schlecht.“